Die Journalisten Wilfried Huismann und Arno Schumann verfolgen in ihrer Dokumentation die Schneise der Verwüstung, die die Norwegische Fischfarm „Marine Harvest“ in Chile hinterlässt. Dort werden in riesigen Unterwasser-Farmen jährlich Millionen von Lachsen gezüchtet. Mit fatalen Konsequenzen für Mensch, Tier und Umwelt: erst einmal braucht man für den in Chile nicht heimischen Fisch die 800 fache Menge an Antibiotika als in Norwegen, wo die Firma Ihren Stammsitz hat. Trotzdem brechen immer wieder Krankheiten unter den Fischen aus. Auf den Weg zur Entsorgung dieses Bio Abfalls landen große Mengen auf den örtlichen Fischmärkten. Einheimische Fische werden hier kaum noch angeboten. Denn alles was sich an Fisch in Meer fangen lässt, landet direkt in den Fischmehl-Fabriken, die die sog. „Fisch Pellets“ produzieren, mit denen die Lachse gefüttert werden, immerhin 5 KG Pellets für 1 KG Lachs.
Auch von den Arbeits- und Sicherheits-Normen, die in ihrem eigenen Land gelten, sind die Norweger vor Chiles Küste weit entfernt. Schwere Tauchunfälle sind an der Tagesordnung, da die Taucher jeden Tag in 40 Meter Tiefe Wartungsarbeiten an den Lachs-Käfigen ausführen müssen. Rettungstaucher wie in Norwegen gibt es meistens nicht. Hauptabnehmerländer für den Lachs sind übrigens die USA und Japan.
Um sich einen grünen Anstrich zu geben, ist diese Firma eine Kooperation mit dem WWF eingegangen. Nach Auskunft des WWF, damit sie im Dialog mit dem norwegischen Unternehmen bleiben und so Schlimmeres verhindern können.
Mehr Informationen unter:
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,hsjlamgwjlmcegui~cm.asp
