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Nachhaltige Ernährung

Das Sprichwort "Der Mensch ist, was er isst" verknüpft auf bemerkenswerte Weise Essen mit dem Zustand des Menschen: Gesundheit, Wohlbefinden, Einbindung in die Umwelt sowie die Einstellung zu Nahrungsmitteln sind angesprochen.

In den westlichen Industrieländern leben viele Menschen inmitten eines Nahrungsmittelüberflusses. Wie leicht ist es, dabei das Maß zu verlieren und wie leicht entstehen Abhängigkeiten oder Krankheiten! Nicht mehr der Hunger bestimmt das Essverhalten, sondern der Appetit auf Neues, Gelüste, das von Werbung geweckte Interesse, Versprechen von Gesundheit oder Gewichtsreduktion, Bequemlichkeit, Preisüberlegungen und vieles mehr.


Was versteht man nun unter nachhaltiger Ernährung?

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass man nicht mehr Bäume fällen soll als nachwachsen können. Nachhaltigkeit bedeutet aber auch, heute so zu leben, dass auch die zukünftigen Generationen noch ihre Bedürfnisse befriedigen können. Also etwas salopp ausgedrückt: von den Erträgen leben und nicht von der Substanz.

Angesichts begrenzter Energieressourcen und natürlicher Rohstoffe geht es darum, den Verbrauch darauf abzustimmen, dass die langfristige Sicherung dieser Quellen erhalten bleibt. Entsprechend dazu sollen, um das ökologische Gleichgewicht nicht zu gefährden, Emissionen nicht größer sein als die Kapazität der Umwelt, sie zu beseitigen.

Außerdem beinhaltet der Begriff Nachhaltigkeit die Forderung, soziale, ökologische und ökonomische Belange auf gleicher Ebene, also nebeneinander und gleichwertig zu behandeln. Das heißt, dass neben dem ökologischen Gleichgewicht ökonomische Sicherheit und soziale Gerechtigkeit gleichrangig und gleichzeitig angestrebt werden (sogenanntes magisches Dreieck der Nachhaltigkeit).


Bei nachhaltiger Ernährung kommt es vor allem darauf an, den Verbraucher zu sensibilisieren, die eigene Kaufentscheidung nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu hinterfragen. Wo und auf welche Weise wurde das Produkt hergestellt? Welche ökologischen und sozialen Standards werden bei der Produktion angesetzt oder eingehalten? Welche Produzenten werden mit dem Kauf der Ware unterstützt?

Denn mit jedem Einkauf, den wir tätigen, treffen wir eine Entscheidung für oder gegen gerechtere Preise in der Landwirtschaft, für oder gegen faire Entlohnung in den "Ländern des Südens", für oder gegen umweltschonende Lebensmittelproduktion. Das klingt so, als ob man damit als Lebensmitteleinkäufer wenig Freude und viel schlechtes Gewissen haben müsste, aber es kann im Gegenteil für alle Seiten gewinnbringend sein:

  • Für Sie, da Sie sich ganzheitlicher, zum Beispiel biologischer und ökologischer und damit gesünder ernähren.
  • Für die Umwelt, die von biologischen Anbaumethoden profitiert.
  • Für Menschen in den "Ländern des Südens", die gerecht für ihre Arbeit entlohnt werden.
  • Für die regionale Wirtschaft, die durch den Kauf von regional hergestellten Produkten unterstützt wird und damit auch wieder für Sie, da Sie in einem gesunden, wirtschaftlich regen Gebiet leben.

Wir geben Ihnen in den nächsten Kapiteln ein paar Tipps, wie Sie ganz einfach durch die Wahl Ihres Einkaufs mehr für sich und die Umwelt tun können.
Denn Sie als Einkäufer haben die Möglichkeit, die Zusammensetzung unseres Lebensmittelmarktes mit zu bestimmen.

Einen entscheidenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit tun Sie, wenn Sie

  • den in der Region produzierten Lebensmitteln den Vorzug geben,
  • Obst und Gemüse der Jahreszeit entsprechend einkaufen,
  • darauf achten, dass diese Lebensmittel umweltgerecht hergestellt wurden
  • und sich davon überzeugen, dass sie ressourcenschonend produziert und vermarktet werden.


Unter den folgenden Stichworten erfahren Sie mehr dazu:

 
Regional
 
Saisonal
 
Ökologisch
 
Ressourcenschonend
 
Sozialverträglich
 
 
 



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